Friedenslicht 2018

Die Idee des Friedenslichtes ist 1986 im ORF Landesstudio Oberösterreich im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ entstanden. Jeweils an den Tagen vor Weihnachten entzündet ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem ein Licht, das mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht wird. Von dort aus wird es in ganz Europa und darüber hinaus von den Pfadfinder*innen und anderen Organisationen verteilt.

Am Heiligen Abend holen unzählige Menschen dieses weihnachtliche Friedenssymbol heim, sie entzünden damit die Kerzen des Christbaumes und geben es ihren Mitmenschen weiter. So ist das Friedenslicht ein Zeichen der Verbundenheit und des Friedens unter Millionen von Menschen.

Seit 1992 kommt das Friedenslicht aus Bethlehem auch nach Südtirol, wo die Pfadfinder*innen die Verteilung organisieren. Mit der Verteilung des Friedenslichtes wird jedes Jahr eine Spendenaktion verknüpft, mit deren Erlös abwechselnd Projekte im In- und Ausland unterstützt werden.

Der Arbeitskreis Friedenslicht organisiert dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den AGESCI Bolzano 2 & Laives sowie mit Pfadfinder*innen der PPÖ aus Innsbruck.

Spendenkonto // Raiffeisen Landesbank Bozen

Südtiroler Pfadfinderschaft „Friedenslicht“ IBAN: IT04M 03493 11600 000300051632

Die Projekte 2018

Prem Prasad // Straßenküche in Vrindavan, Uttar Pradesh, Indien

Im Herbst 2007 reiste die Bruneckerin Katya Waldboth zum ersten Mal nach Indien. Sie war es von ihren Afrikareisen gewohnt Armut zu sehen, dennoch hatte sie in Indien einen besonders tiefen Wunsch ganz konkret etwas gegen diese Armut zu tun. Gemeinsam mit einigen europäischen Freunden und Indern haben sie am 25. Dezember 2007 damit begonnen einmal täglich warmes, gesundes Essen auf der Straße zu verteilen, ab Weihnachten 2008 zweimal täglich.

Seit nunmehr mehr als 10 Jahren führen sie diese Straßenküche gemeinsam mit dem Ashram Munger Raj Mandir in Vrindavan. Vrindavan liegt im Bundesstaat Uttar Pradesh, welcher sehr arm ist und wo die Analphabetenrate immer noch sehr hoch ist. Bettelnde Straßenkinder sind dort alltäglich. Der Leiter des Ashrams war von der Idee begeistert, denn bereits sein Großvater hatte immer wieder Essen an Bedürftige verteilt.

2010 haben sie einen Verein in Südtirol gegründet um Spenden generieren zu können. Der Verein ist im Landesverzeichnis für ehrenamtliche Vereine von Südtirol eingetragen. Im selben Jahr haben sie auch die Kosten für den Nachhilfeunterricht von ca. 60 Schulkindern in dem kleinen Dörfchen Jamdaha, im Bundesstaat Bihar übernommen. Da die Schulen in den ländlichen Gegenden einen sehr niedrigen Standard haben, versuchen sie den Kindern mit einem kostenlosen Nachhilfeunterricht, mehr Zugang zu Bildung zu schaffen.

Seit 2016 verteilen sie in den Sommermonaten auch gefiltertes Wasser in Vrindavan. Das Grundwasser ist in Vrindavan mit Kolibakterien verseucht und salzig. Viele Erwachsene und Kinder leiden deshalb an Magen- Darmkrankheiten. Mit dem Verteilen von gefilterten Wasser helfen sie Menschen mehr Zugang zu sauberen Wasser zu bekommen.
Das Projekt ist klein und überschauber und sie sind sich bewusst, dass ihre Aktivitäten einen kleinen Tropfen auf einem heißen Stein bedeuten. Dennoch durften und dürfen sie immer wieder die Dankbarkeit der Menschen erleben und sehen, dass ihr Projekt für viele einzelne Menschen eine große Unterstützung darstellt. Sie durften miterleben, dass einige Straßenkinder, dank der Essensverteilung, in die Schule gehen können.
Täglich kommen ca. 150 Menschen zum Essen und ca. 60 Kinder nehmen am Nachilfeunterricht teil. Nach dem Unterricht bekommen die Kinder ein gesundes Essen (Kitchari = Reis/Linsen/Gemüseeintopf).
Das Essen wird im Ashram gekocht und von den Ashrambewohnern verteilt. Prem Prasad sponsert einen Teil des Essens der Ashrambewohner.

Weitere Infos zum Verein unter www.premprasad.org


Il Girotondo // Kindergarten, Botoșani, Rumänien

Der Verein Il Girotondo onlus wirkt seit 1998 in Rumänien, dort kümmern sie sich um die Renovierung von Waisenhäusern. Durch den Kauf von alten Mühlen können neue Kindergärten für benachteiligte Kinder gebaut werden, um ihnen einen sicheren und lehrreichen Ort zu bieten. Vor Ort bekommen sie auch eine warme Mahlzeit.

Mehr Infos zum Verein unter www.ilgirotondo.org

Il pozzo di giacobbe Jakobsbrunnen // Bau eines Brunnens, Natitingou, Benin

Der Verein Pozzo di Giacobbe Jakobsbrunnen onlus arbeitet aktiv mit Menschen zusammen, welche in Afrika leben und wirken. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brunnen in verschiedenen Dörfern zu bauen, wo kein Trinkwasser ist. Der Verein arbeitet mit der Pfarrei Hl. Geist von Meran zusammen, die Pfadfinder*innen der AGESCI wirkten bei verschiedenen Arbeiten vor Ort mit. Alle Brunnen sind neben dem Wasserholen auch ein Ort des Zusammentreffens und Teilens für die Dorfbewohner*innen, welche unterschiedlichen Kulturen und Religionen angehören.

Mehr Infos zum Verein unter www.pozzodigiacobbe.altervista.org                                  Video "Attorno al pozzo" und "Ho avuto sete e mi avete dato da bere"